Die gängigsten Grafik-Dateiformate

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Die gängigsten Grafik-Dateiformate

Was bleibt nach den Ferien sind die schönen Erinnerungen, meist in Form von hunderten Fotos welche nur so auf der Digicam nicht wirklich eine Augenweide sind. Schön sortiert auf dem PC, vielleicht mit Photoshop optimiert, in Form von Collagen oder zu einem tollen Fotobuch zusammengestellt sieht’s dann schon anders aus.

Doch welches Format zur Speicherung oder Weiterverarbeitung ist das Richtige?
Wo liegt der Unterschied zwischen JPEG, PNG oder TIFF?
Wir klären auf:

Grundsätzlich unterschieden wir zwischen zwei verschiedenen Grafik-Dateiformaten. Der Raster- oder Vektorgrafiken. Rastergrafiken erhalten Informationen in Form von gerasterten Punkten, also Pixeln. Jedem Pixel wird ein Farbwert zugewiesen. Die meisten Bilder auf Digitalkameras werden der Kategorie Rastergrafiken zugeordnet.
Vektorgrafiken hingegen werden am Computer erzeugt und bestehen nicht aus Pixel sondern aus Vektoren, welche mathematisch definiert werden. Im Gegensatz zu Rastergrafiken, welche beim vergrössern schnell «verpixeln», kann man Vektorgrafiken beliebig gross skalieren, da sie an keine Auflösung eines Kamerasensors gebunden sind. Dieses Dateiformat wird für Logos, Beschriftungen etc. verwendet.

JPEG
„Joint Photographic Experts Group“ ist sowohl Datenformat als auch Komprimierung von Bildern und mittlerweile das Standard-Format der meisten Digitalkameras. Man verwendet dieses Format oft, um die Dateigröße von Bildern zu reduzieren. Durch die Komprimierung gehen allerdings Details verloren. Wird ein Foto sehr stark komprimiert, verschwimmen die Ränder und das Motiv wirkt unscharf. JPEG kann bis zu 16,7 Millionen Farben darstellen und hat somit eines der breitesten Farbspecktren.

► JPEG ist geeignet für Bilder, bei denen die Dateigröße wichtiger ist als eine Top Bild-Qualität. Besonders für Webseiten, oder Fotos für Facebook etc., bieten sich JPEG-Dateien an. Das Hochladen geht dank der geringen Dateigröße schnell und dennoch decken die Bilder ein breites Farbspektrum ab.

PNG
PNG steht für „Portable Network Graphics“ und vereint die Stärken von JPEG und GIF in einem. Genau wie JPEG-Dateien kann PNG bis zu 16,7 Millionen Farben darstellen, lässt sich dabei aber nahezu ohne Verlust komprimieren. PNG-24 kann bis zu 16,7 Millionen Farben darstellen was meist grösser als JPEG-Dateien ist, PNG-8 bis zu 256 Farben und kann so noch kleiner als GIF-Dateien sein. Außerdem können PNGs eine Farbe transparent darstellen, wodurch sie sich für Webgrafiken eignen, beispielsweise als Navigationselemente auf Webseiten.
Aber Vorsicht: Einige veraltete Browser haben Probleme mit der Darstellung von PNG-Dateien.

► PNG ist geeignet für Bilddateien aller Art, wenn die Dateigröße keine Rolle spielt. JPEG ist Standard für Fotos, Kameras etc., dabei hätte gerade da das PNG-Format die Nase vorne, da PNG-Dateien das gleiche Farbspektrum wie JPEG-Dateien darstellen und auch nicht an Qualität verlieren beim Komprimieren.

GIF
Das „Graphic Interchange Format“ hat die Besonderheit, mehrere Bilder in einer Datei speichern zu können und zwar in Form von Animationen. Die Farbe kann auch transparent geschaltet werden, sodass z.B die Hintergrundfarbe einer Webseite durchschimmern kann. GIFs können ohne Verluste komprimiert werden, können allerdings auch nur 256 Farben darstellen. Dies hat zwar eine kleine Dateigrösse jedoch auch eine schlechtere Bildqualität zur Folge.

► GIF ist geeignet für Bilder mit geringer Farbtiefe und Animationen. Da GIF-Dateien nur 256 Farben darstellen können, erreichen sie teils noch kleinere Dateigrößen als JPEG-Dateien. Vor allem für Navigationselemente auf Webseiten bietet sich das Format daher an. Für Fotos sollte man dieses Grafikformat nicht verwenden.

TIFF
Das TIFF-Format (“Tagged Interchange File Format”) ist ein beliebtes Dateiformat für gestochen scharfe Bilder. Ein farbiges TIFF unterstützt Millionen von Farben, ein Graustufen-TIFF bis zu 256. Grafiken können ohne Verlust komprimiert werden, bei hoher Qualität aber großer Dateigröße. Auch ICC-Farbprofile lassen sich einbetten.

► TIFF wird eingesetzt, wenn Rastergrafiken hochauflösend gedruckt werden sollen zum Beispiel in der Profi-Fotographie.

EPS
EPS-Dateien (Encapsulated-PostScript-Format) können Raster- und Vektordaten sowie Schriften enthalten. Das Format ist Standard bei der Weitergabe von Grafiken aus Vektorprogrammen. Für Logos und Beschriftungen das optimale Format.

► EPS wird eingesetzt, wenn Vektordaten für die Ausgabe verwendet werden, wie zum Beispiel für Logos, Beschriftungen, Werbetafeln etc.