Tag Archives: Sicherheit

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Homeoffice – (Un-)sicherheit zu Hause

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Home Office ist aktueller denn je und wird es wahrscheinlich auch bleiben. Nachdem die Pandemie viele Firmen dazu genötigt hat, Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, kommt nun die Zeit der Optimierung.

Folgende Punkte sollten Sie beachten:
- Ein aktueller Virenschutz sowie ein aktuelles Betriebssystem sind Pflicht
- Wenn möglich arbeiten Sie mit einem Firmengerät, nicht mit Ihrem Privatgerät

Beim Arbeiten mit Firmengerät:
- Installieren Sie keine privaten, arbeitsfremde Anwendungen auf dem Firmengerät
- Speichern Sie keine Fotos oder sonstige privaten Daten

Beim Arbeiten mit Privatgerät:
- Legen Sie einen zweiten Benutzer an, welchen Sie nur für geschäftliches nutzen
- Laden Sie keine sensiblen Geschäftsdaten auf Ihrem PC hoch, greifen Sie lieber auf geschützte online Dienste zurück
- Nutzen Sie am besten verschiedene Webbrowser und E-Mailprogramme
- Sperren Sie den Bildschirm so bald Sie sich vom PC entfernen. Unter Windows am einfachsten mit der Tastenkombination WINDOWS-L

Verschiedene Programme eignen sich für den Zugriff von Zuhause:

- Remot Desktop: Das Windows eigene Tool, vorausgesetzt es besteht im Geschäft ein Terminal-Server mit entsprechenden Lizenzen
- TeamViewer: TeamViewer-Host muss auf einem PC im Geschäft installiert sein und dieser PC muss eingeschalten sein
- AnyDesk: AnyDesk muss ebenfalls auf einem PC im Geschäft installiert sein und dieser PC muss eingeschalten sein

Wenden Sie sich dafür an Ihren Systemadministrator. Dieser hilft Ihnen das passende Programm zu finden und die nötigen Massnahmen einzuleiten.


Beim Arbeiten mit Remote Desktop/TeamViewer/AnyDesk
- Verwenden Sie ein komplexes Passwort und schützen Sie so den Zugriff auf geschäftliche Mails, Daten etc.
- Melden Sie sich nach jeder Sitzung korrekt ab
- Sperren Sie den Bildschirm so bald Sie sich vom PC entfernen. Unter Windows am einfachsten mit der Tastenkombination WINDOWS-L


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Online Sicherheit im Ausland

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Es ist wieder soweit: die lang ersehnte Ferienzeit ist endlich da. Für viele steht nun der wohlverdiente Sommerurlaub an. Ob an den Strand oder in die Berge, viele zieht es ins Ausland wo das Smartphone als praktischer Reisebegleiter fungieren kann. Auf was Sie im Urlaub trotz Entspannung achten sollten, erklären wir Ihnen gerne.

Das Wichtigste im Überblick:

- Im Ausland sollten Sie unverschlüsselte Internet-Zugänge generell lieber meiden. Ohne Verschlüsselung haben Diebe leichteres Spiel, Ihre persönlichen Daten abzugreifen, denn man weiß nie, wer bei den jeweiligen Datenströmen mitliest. Surfen Sie dennoch einmal in einem nicht gesicherten Netz, sollten Sie auf keinen Fall, Seiten mit sensiblem Inhalt aufrufen (E-Banking, Kreditkarten-Daten etc.). Wer also im Ausland bedenkenlos im Internet surfen möchte, sollte lieber auf ein verschlüsseltes WLAN-Netz ausweichen.

- Updates über unverschlüsselte WLAN-Netzwerke sollten ebenfalls vermieden werden, da die Gefahr einer Betrugsmasche besteht. Gefälschte Seiten rufen nach dem Login in ein öffentliches Netz, zu einem angeblich dringenden Update auf. Sollte dies passieren, trennen Sie sofort die Verbindung.

-Allgemein sollte man im Urlaub auf die Durchführung sensibler Transaktionen, wie zum Beispiel Online-Banking, verzichten. Die Angriffsfläche für Betrüger ist zu verlockend. Auch bei einem gesicherten Netz weiss man nie, was oder wer sich dahinter verbirgt.

-Verbindungen wie Bluetooth sollten nur aktiviert werden, wenn man sie auch wirklich benötigt. Angreifer können auch per Bluetooth und WLAN Malware verschicken.

-Bei den Meisten schon vorhanden, ist eine Sicherheitssperre für das Smartphone oder Tablet. Kommt das Gerät trotz Vorsicht in die falschen Hände, kann nicht allzu viel damit angefangen werden. Auch empfiehlt sich eine Ortungs-App zu installierenk, um im unbequemen Fall eines Verlustes das Gerät zu orten und gegebenenfalls auch aus der Ferne zu sperren.

Also, zusammenfassend gesagt: meiden Sie unsichere, öffentliche Netzwerke, führen Sie keine sensiblen Transaktionen aus und seien Sie genauso wachsam, wie Sie es zu Hause wären.

Einen weiteren spannenden Artikel zum Thema «Notruf per Handy» finden Sie hier.

Wir wünschen schöne und entspannte Ferien.


 


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Sicherheitsmythen – welche wir glauben können

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Abkleben der Webcam an Laptops etc.

«Über deine Webcam kannst du beobachtet werden, klebe sie lieber zu «
Diesen Tipp haben Sie bestimmt schon oft gehört. Doch ist auch wirklich was dran? Ja, definitiv! Per Malware können Angreifer die Kamera ihres Gerätes übernehmen und diese so manipulieren das selbst das kleine Anzeigelämpchen den Angreifer nicht verrät. Wenn sie also ihre Kamera nicht regelmässig nutzen, macht ein abkleben auf jeden Fall Sinn. So sind sie auf der sicheren Seite und müssen keine ungebetenen Zuschauer befürchten.

Das Gleiche wäre theoretisch auch bei Smartphone, Tablets etc. möglich. Allerdings ist hier das Abkleben eher unpraktisch. Trotzdem sollte man sich der Gefahr auch hier bewusst sein, da eine aktive Abwehr eher schwierig ist.


Handy Ortung – jederzeit

«Dein Handy ist immer & überall überwachbar, auch im ausgeschalteten Zustand»
Das ist so nicht ganz richtig. Ein Handy benötigt ein Signal um geortet werden zu können. Dies funktioniert über Mobilfunk, WLAN oder Bluetooth, also auch im ungenutzten Standby Modus. Befindet sich das Gerät allerding im Flugmodus oder ist ausgeschaltet, kann es keine Signale senden und so also auch nicht geortet werden. Für eine absolute Sicherheit müsste man den Akku entfernen, was bei den meisten Geräten heute nicht mehr möglich ist. Ein kleines Risiko bleibt also.


Mac = kein Problem mit Viren

«Kauf dir doch lieber einen Mac, da hast du keine Probleme mit Viren da es dafür gar keine gibt »
Auch das stimmt so leider nicht. Es gibt sehr wohl Viren und Schadsoftware für Apple-Rechner. Wegen ihrer kleinen Verbreitung sind Apple- oder Linux-Systeme für Hacker eher unattraktiv da rund 90% der Systeme auf Windows basieren. Die Systeme sind so theoretisch sicherer, bei gezielten Angriffen ist aber das Ausmass bei allen gleich.


Unverschlüsselte Mails – jeder kann mitlesen

«Du musst deine E-Mails verschlüsseln sonst kann dein Anbieter mitlesen»
Bei unverschlüsselten E-Mails kann theoretisch jeder mitlesen. Gefahren lauern hier z.B bei öffentlichen oder unverschlüsselten WLANs. Beim Anbieter geht es jedoch nicht ums Überwachen, sondern eher ums Scannen. Anonym und automatisch wird einerseits auf Viren gescannt, anderseits auch zu Werbezwecken, um dem Kunden massgeschneiderte Werbung zu zeigen.


Cookies sind böse

«Akzeptiere ja keine Cookies oder lösche diese sofort wieder»
Cookies sind nicht böse, auch wenn ihr aufploppen manchmal als Warnung angesehen werden kann. Sie sind eher eine Art Lesezeichen und sind für den Nutzerkomfort nicht ganz unwichtig. So merken sich die Cookies zum Beispiel die Ware im online Warenkorb.

Anbieter kennen Standort

«Schalt deine Ortungsdienste aus sonst weiss Google, Apple & Co. immer wo du bist»
Richtig. Werden am Smartphone die Ortungsdienste aktiviert, wissen die Anbieter und alle Apps welchen der Zugriff erlaubt worden ist, wo man sich aufhält. Je nach Anbieter bestehen Einstellungsmöglichkeiten um diese einzudämmen. Wer also die Dienste nicht regelmässig in Form von Navigations- oder Wetter-Apps nutzt, kann diese getrost ausschalten.